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Wir haben hier die wichtigsten und immer wiederkehrenden Fragen und (Falsch-)Aussagen rund um das Thema Anhänger zusammengestellt (alle Angaben sind ohne Gewähr):
Zu den einzelnen Fachbegriffen siehe auch Wichtige Begriffe

"Ich darf mit meinem Klasse B Führerschein nur ungebremste Anhänger bis 750 kg ziehen !"

FALSCH: Sie dürfen auch Anhänger über 750 kg zul. Gesamtgewicht fahren. Allerdings darf das zul. Gesamtgewicht des Anhängers nicht höher sein als die Leermasse des Zugfahrzeuges und das Gespann (Zugfahrzeug + Anhänger) zusammen ein zul. Gesamtgewicht von 3500 kg nicht überschreiten.
nähere Infos siehe unter Führerschein Klasse B(E)

"Mein Auto hat 1000 kg Anhängelast. Darf ich dann einen Anhänger mit 1300 kg zul. Gesamtgewicht ziehen ?"

Wenn Sie den Klasse 3 Führerschein haben, oder Klasse BE dann ist das kein Problem. Es gelten hier grundsätzlich nur die tatsächlichen Verhältnisse. Der Anhänger mit seinem tatsächlichen Gewicht (= Leermasse + Zuladung), also dem Gewicht was er tatsächlich auf die Waage bringt, darf nicht höher liegen als die Anhängelast Ihres Zugfahrzeuges.
Bei Führerschein Klasse B gilt die oben dargestellte Ausnahme.

"Mein Auto hat 75 kg Stützlast. Darf ich dann einen Anhänger mit 100 kg Stützlast ziehen ?"

Ja Sie dürfen. Auch hier gelten nur die tatsächlichen Verhältnisse. Durch die Lastverteilung des Ladegutes auf dem Anhänger beinflussen Sie die tatsächliche Stützlast des Anhängers (Also Ladegut mehr nach vorne bedeutet mehr Stützlast). Diese tasächliche Stützlast darf die vom Anhängerhersteller angegebene Stützlast nicht überschreiten. Die tatsächliche Stützlast mit der der Anhänger dann auf die Anhängerkupplung des Zugfahrzeuges drückt nennt man Aufliegelast. Diese Aufliegelast darf nicht höher liegen als die max. Stützlast des Zugfahrzeuges.
Also kurz gesagt: Sie dürfen den Anhänger nur so beladen das weder die max. Stützlast des Anhängers noch des Zugfahrzeuges überschritten wird.

"Wie kann ich die tatsächliche Stützlast des Anhängers feststellen ?;

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.
- Es gibt Stützräder mit integrierter Stützlast-Waage
- Man kann im Zweifelsfall eine einfache Haushaltswaage unter das Stützrad stellen
- Aber am einfachsten ist es, wenn man den Anhänger einfach versucht vorne anzuheben. Kann man den Anhänger ganz leicht mit der Hand anheben oder geht er gar von selbst nach oben ist die Stützlast zu gering. Kann man den Anhänger nur extrem schwer mit dem Stützrad hochkurbeln ist die Stützlast sicher zu hoch. Ein Anhaltspunkt ist auch wie stark sich das Zugfahrzeug in die Federn senkt.

"10% Überladung des Anhängers sind erlaubt !"

NEIN ! Dies ist ein Irrtum. Weder das zul. Gesamtgewicht des Anhängers noch die Anhängelast des Zugfahrzeuges dürfen überschritten werden.
ABER: Die tatsächliche Aufliegelast (dh. die Stützlast mit der der beladene Anhänger senkrecht auf die Anhängerkupplung des Autos drückt) darf zur Anhängelast des Zugfahrzeuges addiert werden.

"Wieviel Steuer und Versicherung kostet ein Anhänger pro Jahr ?"

Es müssen alle Anhänger versichert und versteuert werden. Ausnahme bilden Anhänger die mit einem Grünen Kennzeichen zugelassen werden. Dies ist aber die Ausnahme (Pferdeanhänger, Bootstrailer, landwirtschaftliche Fahrzeuge usw...).
Die Steuer für einen Anhänger berechnet sich nach dessen zul. Gesamtgewicht (zul. Gesamtmasse bzw. zGG. oder zG.).
Zur Zeit zahlt man etwa EUR 8,- Steuern per 200 kg zul. Gesamtgewicht.
Das heißt ein Anhänger mit 1200 kg zul. Gesamtgewicht kostet 6 x EUR 8,- = ca. EUR 48,- Steuern im Jahr.
Die Kosten für die Versicherung hängt natürlich von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft ab. Wichtig zu wissen ist, daß alle Versicherungen eine Abgrenzung bezüglich der Nutzlast vornehmen. Ab 1000 kg Nutzlast verdoppelt sich die Versicherungssumme gegenüber einem Anhänger mit Nutzlast unter 1000 kg.
Dies ist aber nicht so dramatisch wie es sich anhört, da die Haftpflichtversicherung für einen Anhänger unter 1000 kg Nutzlast nur bei ca. EUR 20,- im Jahr liegen sollte, entsprechend für einen Anhänger über 1000 kg Nutzlast etwa EUR 40,- im Jahr, was zu verkraften ist.
Es empfiehlt sich auf jeden Fall eine Teilkasko-Versicherung. Diese kostet meist nur ein paar EUR im Jahr und der Anhänger ist gegen Diebstahl versichert, was in der letzten Zeit leider sehr stark zugenommen hat.

"gebremste Anhänger sind zu empfindlich, deßhalb kaufe ich mir einen ungebremsten !"

Wie bitte ? Das wichtigste sollte doch die Sicherheit sein. Wenn Sie zB. (Um-)Bauen oder Holz holen wollen, dann gibt es keine Alternative zum gebremsten Anhänger.
Schwierigkeiten mit gebremsten Anhängern basieren fast zu 100 % auf Fehlbedienung oder mangelnder Sorgfalt.
Wenn sie folgende Punkte beachten haben Sie mit einem gebremsten Anhänger keine Probleme:
- Häufigster Fehler ist: Ein warmgefahrener Anhänger wird mit angezogener Handbremse wochenlang abgestellt. Das dann auch mal eine Bremse hängen kann ist klar (durch vor und zurückschieben oder eine Schlag mit einem Gummihammer auf die Felge löst man aber eine festhängende Bremse fast immer). Die Feststellbremse beim Anhänger ist eine Kurzzeitbremse. Wird der Anhänger längere Zeit abgestellt, löst man die Bremse und nutzt die Unterlegkeile, welche für diesen Zweck bei jedem gebremsten Anhänger über 750 kg vorgeschrieben sind.
- Die Bremsseile (Bowdenzüge) des Anhängers sollten mindestens alle halbes Jahr überprüft werden. Dies können Sie selbst machen, indem sie den Anhänger ankuppeln, die Bremse lösen und anschließend unter dem Anhänger an den Enden der Bremsseile fest bis zum Anschlag ziehen. Die Bremsseile müssen frei über die Federn in der Bremstrommel zurückgezogen werden, dann sind sie noch ok. Sollte ein Bremsseil verrostet oder schwergängig sein, muß es sofort ausgewechselt werden. Dies dauert nur Minuten und ein Bremsseil kostet etwa nur EUR 20,-.
- Die Bremseinstellung am Anhänger sollten Sie durch einen Fachmann durchführen lassen. Wenn der Anhänger entsprechend gepflegt ist, ist das keine kostspieliege Angelegenheit. So eine Bremseinstellung, die an den Bremstrommeln vorgenommen wird kostet im Normalfall ca. EUR 60,- (Einachser) bis 100,- (Tandem). Im Normalfall wird dies beim normalen Gebrauch eines Anhängers aber nur zwei oder dreimal im Leben des Anhängers vorkommen.

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